Auch wenn es schon eine Weile her ist, möchte ich euch meine erste “richtige” Outdoortour nicht vorenthalten. Ursprünglich hatte ich einen Reisebericht mit jeder Menge Text zu jedem Tag der Tour verfasst. Allerdings muss ich jetzt nach zwei Jahren sagen, liest sich dieser so langweilig, dass ich ihn lieber nicht veröffentlichen werde.
Trotzdem gibt es natürlich einiges zu sehen. Neben den Fotos, die mit meiner damaligen ersten DSLR entstanden sind, gibt es auch Videoaufnahmen. Es war auch der erste Versuch meinerseits, einen kleinen Film zu schneiden. Für die Aufnahmen selber bin ich allerdings nicht verantwortlich. Ich war schließlich mit fotografieren beschäftigt. Aber wie ihr sehen werdet, hatten wir durchaus unseren Spaß ;-)
| Titel: | Kungsleden 2008 |
Der Kungsleden ist ein Fernwanderweg in Schweden, welcher zweigeteilt ist. Der nördlichere Teil führt von Abisko bis Hemavan. Dieser ist auch der bekanntere und auch häufiger begangene von den beiden.
Da aber selbst der nördliche Abschnitt mit über 400 km nicht gerade kurz ist, gibt es auch dort noch eine etwa 5-7 tägige Etappe, die auch wir uns für unseren ersten Urlaub in Lappland ausgesucht haben.
Sie führt von Abisko nach Abiskojaure, weiter nach Alesjaure, über den 1150m hohen Tjäktja Pass, nach Sälka und anschließend Singi. Dort verlässt man den eigentlichen Kungsleden und läuft in Richtung Kebnekaise Fjällstation. Die letzte Etappe schließlich führt von dem höchsten Berg Schwedens (Kebnekaise) bis nach Nikkaluokta. Hier hat man wieder eine Anbindung an das Straßennetz und zur Zivilisation.
Insgesamt ist diese Strecke knapp 110 km lang und gut in einer Woche zu schaffen. Diese Zeit sollte man sich auch nehmen, um die grandiose Landschaft um sich herum richtig genießen zu können.
| Titel: | Facing North Video |
Da ich noch am Anfang meiner “Outdoor Karriere” stand, habe ich natürlich die typischen Anfängerfehler gemacht. Der Rucksack war mit viel zu vielen unnützen und überflüssigen Dingen gefüllt und somit natürlich zu schwer. Das hat sich auch während der Tour bemerkbar gemacht.
So habe ich knapp 23kg mitgeschleppt. Der Rucksack hatte die falsche Größe, die Schuhe waren noch nicht richtig eingelaufen usw. Aber durch solche Erfahrungen lernt man, was zur Folge hatte, dass ich 2010 die gleiche Strecke mit nur 14kg Rucksack in 3 statt 6 Tagen gelaufen bin.
Trotzdem sollte man sich die Zeit nehmen und die Landschaft genießen. Wer selber mal so etwas unternehmen möchte und nicht die Chance hat mit mir auf Tour zu gehen, dem bietet die Firma Fjällraven einmal im Jahr diese Möglichkeit. Der Fjällraven Classic ist auch für ungeübte der ideale Einstieg, da man mit vielen gemeinsam Unterwegs ist und die Versorgung von der Firma Fjällraven übernommen wird.
Allerdings hat diese Veranstaltung auch ihre Kehrseite. So hatte ich das “Glück” auf beiden meiner Kungsleden-Touren dieser Horde von Menschen zu begegnen. Neben völlig zertrampelten Pfaden, wurde ich dabei auch so manches Mal um die Nachtruhe gebracht, weil mal wieder ein, mit Schmerzmitteln vollgepumpter Deutscher um 0 Uhr lautstark direkt vor meiner Haustür seinen Zeltplatz errichtet hat. Aber solche Personen sind sicherlich die Ausnahme ;-)



















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